Die Geschichte einer Entdeckung
Es begann mit einer Frage, die mich nicht mehr losließ
Eigentlich wollte ich gar nichts Neues entdecken.
Ich wollte nur verstehen.
Während der Viruswellen begegneten mir immer mehr Menschen, die ihre Infektion längst überstanden hatten. Trotzdem erzählten sie immer wieder dieselbe Geschichte.
„Ich bin ständig müde.“
„Ich bekomme keine Luft.“
„Mein Herz schlägt plötzlich anders.“
„Ich kann mich nicht mehr konzentrieren.“
„Ich fühle mich einfach nicht mehr wie früher.“
Jedes Mal hörte ich aufmerksam zu.
Und jedes Mal stellte ich mir dieselbe Frage.
Wie kann ein einziges Virus so viele unterschiedliche Beschwerden verursachen?
Je länger ich darüber nachdachte, desto weniger konnte ich glauben, dass jede einzelne Beschwerde eine eigene Ursache haben sollte.
Aus meiner langjährigen Arbeit wusste ich, dass der menschliche Körper nach klaren biologischen Gesetzmäßigkeiten funktioniert.
Wenn viele Organe gleichzeitig betroffen sind, musste es dafür einen gemeinsamen Zusammenhang geben.
Ich begann deshalb nicht mehr über einzelne Symptome nachzudenken.
Ich begann nach dem gemeinsamen Nenner zu suchen.
Was verbindet Gehirn, Herz, Lunge, Muskeln und alle anderen Organe?
Die Antwort war einfach.
Sauerstoff.
Alle Organe brauchen ihn.
Jede einzelne Körperzelle braucht ihn.
Ohne Sauerstoff kann kein Organ dauerhaft normal arbeiten.
In diesem Augenblick veränderte sich meine gesamte Sichtweise.
Ich suchte nicht länger nach einer Erklärung für einzelne Beschwerden.
Ich suchte nach der Ursache einer gestörten Sauerstoffversorgung.
Ich wusste damals noch nicht, wohin mich diese Frage führen würde.
Aber ich wusste, dass ich ihr nachgehen musste.
Denn genau hier begann meine eigentliche Forschungsreise.
Warum passten die Symptome für mich nicht zusammen?
Je mehr Menschen ich kennenlernte, desto größer wurde mein Zweifel.
Die Beschwerden waren völlig unterschiedlich.
Die einen klagten über Atemnot.
Andere über Herzrasen.
Wieder andere über Konzentrationsstörungen, Schwindel, Muskelschmerzen oder eine bleierne Müdigkeit.
Einige konnten plötzlich keine Treppen mehr steigen.
Andere mussten ihren Beruf aufgeben, weil ihnen schon nach kurzer Belastung die Kraft fehlte.
Ich hörte zu.
Nicht einmal.
Nicht zehnmal.
Sondern immer wieder.
Und jedes Mal stellte ich mir dieselbe Frage.
Wie kann ein einziges Virus so viele verschiedene Symptome verursachen?
Irgendetwas passte nicht.
Wenn ich eines in meinem Berufsleben gelernt hatte, dann dies:
Der menschliche Körper arbeitet nicht zufällig.
Er folgt biologischen Gesetzmäßigkeiten.
Wenn viele Organe gleichzeitig betroffen sind, lohnt es sich, nicht auf die Unterschiede zu schauen, sondern auf das, was sie miteinander verbindet.
Also begann ich, die Symptome gedanklich zur Seite zu legen.
Ich fragte mich stattdessen:
Was braucht das Gehirn?
Sauerstoff.
Was braucht das Herz?
Sauerstoff.
Was brauchen die Muskeln?
Sauerstoff.
Was benötigen Leber, Nieren und praktisch jede einzelne Körperzelle?
Wieder Sauerstoff.
Plötzlich erkannte ich einen gemeinsamen Nenner.
Vielleicht hatten die Menschen gar nicht viele verschiedene Krankheiten.
Vielleicht litten unterschiedliche Organe lediglich unter derselben Störung.
Dieser Gedanke ließ mich nicht mehr los.
Doch sofort entstand die nächste Frage.
Wenn genügend Sauerstoff eingeatmet wird…
wenn die Lunge funktioniert…
wenn das Herz Blut durch den Körper pumpt…
warum sollte der Sauerstoff dann nicht dort ankommen, wo er gebraucht wird?
Irgendetwas musste zwischen der Lunge und der einzelnen Körperzelle geschehen.
Etwas, das den Transport beeinflusste.
An diesem Punkt änderte sich meine Forschung erneut.
Ich suchte nicht mehr nach den Ursachen einzelner Symptome.
Ich begann, den Weg des Sauerstoffs zu verfolgen.
Und dieser Weg führte mich zu einer der faszinierendsten Zellen unseres Körpers.
Dem roten Blutkörperchen.
Was ich über rote Blutkörperchen lernte
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich vor allem über Symptome nachgedacht.
Jetzt musste ich verstehen, wie der Sauerstoff überhaupt seinen Weg durch den Körper findet.
Je tiefer ich mich mit den roten Blutkörperchen beschäftigte, desto größer wurde meine Bewunderung.
Diese winzigen Zellen sind wahre Meisterwerke der Natur.
Jede Sekunde entstehen Millionen neuer roter Blutkörperchen.
Jede Sekunde werden Millionen alter Zellen wieder abgebaut.
Dazwischen leisten sie Tag und Nacht dieselbe Aufgabe.
Sie nehmen in der Lunge Sauerstoff auf.
Sie transportieren ihn durch den gesamten Körper.
Und sie geben ihn genau dort wieder ab, wo jede einzelne Körperzelle auf ihn wartet.
Erst dadurch kann ein Muskel arbeiten.
Erst dadurch kann das Herz schlagen.
Erst dadurch kann das Gehirn denken.
Mir wurde plötzlich bewusst, wie abhängig unser gesamtes Leben von diesen kleinen Zellen ist.
Doch eine Erkenntnis faszinierte mich besonders.
Viele Menschen stellen sich vor, dass Blut einfach durch die Organe fließt.
Tatsächlich endet der Weg der roten Blutkörperchen nicht in den großen Blutgefäßen.
Diese verzweigen sich immer weiter.
Aus Arterien werden kleinere Arterien.
Aus ihnen entstehen Arteriolen.
Und schließlich erreichen die roten Blutkörperchen die feinsten Blutgefäße unseres Körpers – die Kapillaren.
Hier entscheidet sich, ob ein Organ ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.
Die Kapillaren sind so fein, dass ein rotes Blutkörperchen sie häufig nur einzeln passieren kann.
Dabei muss es seine Form verändern.
Es wird zusammengedrückt.
Es verformt sich.
Und unmittelbar danach nimmt es wieder seine ursprüngliche Gestalt an.
Genau in diesem Augenblick gibt es den Sauerstoff an das umliegende Gewebe ab.
Erst jetzt erreicht der Sauerstoff die Herzmuskelzelle.
Die Nervenzelle.
Die Muskelzelle.
Die Leberzelle.
Kurz gesagt:
Erst hier wird aus eingeatmeter Luft die Energie, die unser Körper zum Leben benötigt.
Als ich diesen Ablauf verstand, entstand sofort die nächste Frage.
Was geschieht, wenn dieser hochpräzise Vorgang gestört wird?
Was passiert, wenn rote Blutkörperchen ihre Elastizität verlieren?
Was geschieht, wenn sie die feinsten Kapillaren nicht mehr ungehindert passieren können?
Welche Folgen hätte das für die Sauerstoffversorgung eines Organs?
Und was geschieht mit den Bestandteilen veränderter oder zerstörter roter Blutkörperchen?
Werden sie sofort vollständig abgebaut?
Oder können sie sich zunächst weiterhin im Blutkreislauf befinden?
Könnten sie dort gerade in den feinsten Kapillaren den Blutfluss beeinflussen?
Welche Folgen hätte das für Organe mit einem besonders hohen Sauerstoffbedarf – wie Gehirn, Herz oder Lunge?
Mit jeder beantworteten Frage entstanden zwei neue.
Ich merkte immer deutlicher:
Wenn ich verstehen wollte, warum Menschen nach einer Virusinfektion so unterschiedliche Beschwerden entwickelten, musste ich den gesamten Weg des Sauerstoffs verstehen.
Und genau an diesem Punkt führte mich meine Forschung in eine Richtung, mit der ich selbst nicht gerechnet hatte.
Ich musste beginnen, den Körper nicht nur biologisch, sondern auch physikalisch zu betrachten.
Kann Physik Antworten geben, die Chemie allein nicht liefern kann?
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Körper vor allem aus biologischer Sicht betrachtet.
Doch nun stellte sich mir eine ganz andere Frage.
Kann die Physik etwas sichtbar machen, was einer rein chemischen Betrachtung verborgen bleibt?
Diese Frage entstand nicht aus einer Theorie.
Sie entstand aus meinem Arbeitsalltag.
Unser Labor arbeitet physikalisch-medizinisch.
Wir untersuchen nicht zuerst, welche chemischen Stoffe vorhanden sind.
Wir messen zunächst ihre physikalischen Eigenschaften.
Viele Menschen fragen mich heute, worin der Unterschied besteht.
Ich erkläre es dann so:
Ein chemisches Labor beantwortet die Frage:
Welche Substanzen befinden sich in einer Probe?
Ein physikalisches Labor stellt zunächst eine andere Frage:
Hat sich das Verhalten eines biologischen Systems verändert?
Das klingt zunächst ähnlich.
Ist es aber nicht.
Denn jede Substanz besitzt unverwechselbare physikalische Eigenschaften.
Sie verhält sich nach festen Naturgesetzen.
Genau diese Eigenschaften können gemessen und miteinander verglichen werden.
Unsere Messungen liefern deshalb keine fertigen Diagnosen.
Sie liefern Hinweise.
Sie zeigen, dass sich irgendwo im biologischen System etwas verändert hat.
Die eigentliche Arbeit beginnt erst danach.
Denn nun müssen diese physikalischen Veränderungen verstanden werden.
Dazu genügt kein Messgerät.
Jetzt beginnt das Nachdenken.
Ich musste die physikalischen Auffälligkeiten mit meinem medizinischen Wissen verbinden.
Ich musste überlegen:
Welche biologischen Vorgänge könnten diese Veränderungen erklären?
Welche bisherigen Erklärungen passen dazu?
Welche passen gerade nicht?
Ich begann, jedes Messergebnis wie ein einzelnes Puzzleteil zu betrachten.
Ein Teil allein erklärt nichts.
Erst wenn viele Teile zusammenpassen, entsteht ein Bild.
Tag für Tag legte ich neue Messungen nebeneinander.
Ich verglich.
Ich sortierte.
Ich verwarf ganze Gedankengänge.
Dann begann ich wieder von vorne.
Nicht weil die Technik versagte.
Sondern weil ich mir selbst noch keine ausreichende Erklärung geben konnte.
Mir wurde immer deutlicher:
Das Messgerät liefert keine Antworten.
Es liefert Beobachtungen.
Die Antworten muss der Mensch finden.
Die Physik zeigte mir Veränderungen.
Die Medizin musste erklären, welche biologischen Prozesse dahinterstehen könnten.
Genau darin lag die eigentliche Herausforderung.
Nicht das Messen.
Sondern das Verstehen.
Und genau an diesem Punkt begann eine Zeit, die ich nie vergessen werde.
Drei Wochen lang stellte ich mir jeden Tag dieselbe Frage.
Was geschieht in den roten Blutkörperchen?
Drei Wochen. Eine einzige Frage.
Heute werde ich oft gefragt, wie lange die Entwicklung von ELENANT® gedauert hat.
Meine Antwort überrascht viele.
Die eigentliche Entdeckung begann nicht mit einer Antwort.
Sie begann mit drei Wochen voller Zweifel.
Jeden Morgen setzte ich mich wieder an meinen Arbeitsplatz.
Die Messdaten lagen vor mir.
Ich verglich sie mit den Ergebnissen des Vortages.
Ich legte neue Datensätze daneben.
Ich begann wieder von vorne.
Immer wieder.
Und jeden Tag stellte ich mir dieselbe Frage.
Was geschieht in den roten Blutkörperchen?
Ich suchte nicht nach einer Bestätigung meiner Gedanken.
Ich suchte nach ihrem Fehler.
Denn wenn eine Hypothese richtig sein soll, muss sie zuerst die eigenen Zweifel überstehen.
Ich entwickelte eine Erklärung.
Eine neue Messreihe widersprach ihr.
Also verwarf ich sie.
Ich begann erneut.
Manchmal glaubte ich, jetzt verstanden zu haben, was geschieht.
Am nächsten Tag zeigte mir eine einzige Beobachtung, dass ich noch einmal ganz von vorne anfangen musste.
So vergingen die Tage.
Ich dachte über die Zellmembran nach.
Über die Verformbarkeit der roten Blutkörperchen.
Über den Sauerstofftransport.
Über die feinsten Kapillaren.
Über Vorgänge, die man nicht einfach sehen konnte, sondern nur über ihre Auswirkungen erkennen musste.
Mein Schreibtisch war voller Notizen.
Überall lagen Skizzen.
Fragen.
Gedanken.
Pfeile.
Verbindungen.
Und immer wieder strich ich alles durch.
Heute weiß ich, dass genau diese Tage die wichtigsten meiner gesamten Forschung waren.
Nicht weil ich Antworten fand.
Sondern weil ich lernte, die falschen Antworten loszulassen.
Jede verworfene Idee brachte mich der richtigen ein kleines Stück näher.
Langsam entstand ein Bild.
Noch war es unscharf.
Noch fehlten wichtige Teile.
Aber ich spürte, dass ich mich einer Lösung näherte.
Dann kam der Tag, an dem sich alles veränderte.
Während ich erneut Messungen miteinander verglich, fiel mir plötzlich etwas auf.
Zunächst schenkte ich dem keine besondere Beachtung.
Ich arbeitete weiter.
Doch wenige Minuten später kehrte ich zu genau dieser Beobachtung zurück.
Irgendetwas war anders.
Ich überprüfte die Daten erneut.
Dann noch einmal.
Ich legte alle Unterlagen nebeneinander.
Mit jedem Vergleich wurde mir klarer:
Hier lag eine Übereinstimmung vor, mit der ich niemals gerechnet hätte.
In diesem Augenblick begann das wohl Ungewöhnlichste, was ich in meiner bisherigen Forschungsarbeit erlebt habe.
Nicht die Freude.
Nicht der Jubel.
Sondern der Zweifel.
Denn meine erste Reaktion war nicht:
„Ich habe etwas gefunden.“
Meine erste Reaktion war:
„Das kann nicht stimmen.“
Der Moment, der alles veränderte
Ich erinnere mich noch heute an diesen Augenblick.
Nicht deshalb, weil ich glaubte, eine Entdeckung gemacht zu haben.
Sondern weil ich meiner eigenen Beobachtung nicht traute.
Ich begann die gesamte Auswertung noch einmal.
Von vorne.
Jeder einzelne Schritt musste überprüft werden.
Ich verglich die Daten erneut.
Ich kontrollierte meine Berechnungen.
Ich wiederholte die Messungen.
Ich suchte nach dem Fehler.
Doch der Fehler ließ sich nicht finden.
Das Ergebnis blieb.
Immer wieder.
Nach drei Wochen wusste ich plötzlich ganz genau, wonach ich suchen musste.
Nicht nach irgendeinem Stoff.
Nicht nach einer weiteren Theorie.
Sondern nach einem Stoff, dessen physikalische Eigenschaften nach unserem Messverfahren mit dem zuvor beobachteten Muster übereinstimmten.
Mehr werde ich über diesen Teil meiner Forschung bewusst nicht erzählen.
Nicht, weil ich Geheimnisse schaffen möchte.
Sondern weil genau dort die eigentliche Forschungsleistung unseres Labors liegt.
Jedes Labor besitzt Methoden, die über Jahre entwickelt werden.
Sie entstehen nicht zufällig.
Sie entstehen aus Erfahrung, aus tausenden Messungen und aus unzähligen Stunden des Nachdenkens.
Genau das ist unser wissenschaftliches Fundament.
Von diesem Augenblick an hatte meine Suche eine klare Richtung.
Ich arbeitete mich systematisch durch bekannte Stoffe.
Messung für Messung.
Vergleich für Vergleich.
Bis plötzlich etwas geschah, womit ich selbst nicht gerechnet hatte.
Da war sie.
Eine Übereinstimmung.
Ich schaute auf die Unterlagen.
Dann wieder auf die Messdaten.
Ich legte alles zur Seite.
Begann erneut.
Noch einmal.
Und noch einmal.
Immer mit derselben Frage.
Kann das wirklich sein?
Je häufiger ich dieselbe Beobachtung bestätigte, desto größer wurden meine Zweifel.
Nicht an den Messdaten.
An mir selbst.
Warum ausgerechnet ich?
Ich war keine Universitätsprofessorin.
Ich arbeitete nicht an einem staatlichen Forschungsinstitut.
Ich verfügte über kein großes Budget und kein Team aus Dutzenden Wissenschaftlern.
Ich war eine Forscherin mit einem physikalisch-medizinischen Labor und einer Frage, die mich einfach nicht losgelassen hatte.
Vielleicht war genau das mein Vorteil.
Ich musste keine bestehende Lehrmeinung verteidigen.
Ich musste nur den Daten folgen.
Und trotzdem konnte ich meiner eigenen Beobachtung nicht glauben.
Die folgenden drei Tage waren die merkwürdigsten meines gesamten Lebens.
Äußerlich funktionierte mein Alltag ganz normal.
Ich arbeitete.
Ich fuhr Termine.
Ich sprach mit Menschen.
Doch innerlich war ich wie in einer anderen Welt.
Ich lief durch den Tag wie ein Mensch auf Wolken.
Nicht vor Freude.
Sondern vor Fassungslosigkeit.
Immer wieder stellte ich mir dieselbe Frage.
Hast Du Dich geirrt?
Ich hoffte beinahe, irgendwo doch noch einen Fehler zu entdecken.
Denn ein Fehler wäre einfacher gewesen.
Die Alternative war kaum zu begreifen.
Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, möglicherweise auf etwas gestoßen zu sein, das weit über meine ursprüngliche Fragestellung hinausging.
Heute weiß ich:
Damals begann ELENANT® nicht als Produkt.
Damals begann eine Forschungsreise, deren Tragweite ich selbst noch nicht erkennen konnte.
Doch bevor ich bereit war, darüber öffentlich zu sprechen, musste ich zuerst einem einzigen Menschen davon erzählen.
Der erste Mensch, dem ich davon erzählte
Es gibt Begegnungen, die vergisst man nie.
Nicht, weil sie geplant waren.
Sondern weil sie genau im richtigen Moment stattfinden.
Nach diesen drei Tagen trug ich meine Gedanken ständig mit mir herum.
Ich hatte niemandem davon erzählt.
Vielleicht, weil ich selbst noch nicht wusste, ob ich meiner eigenen Entdeckung glauben durfte.
Dann ergab sich ein ganz gewöhnliches Gespräch.
Ich saß einem Mann gegenüber.
Eigentlich unterhielten wir uns über ein völlig anderes Thema.
Er erklärte mir etwas über Heizungen.
Mitten im Gespräch entschuldigte er sich immer wieder.
„Entschuldigen Sie bitte“, sagte er. „Seit meiner Covidinfektion muss ich ständig husten und Schleim ausspucken. Das ist bis heute so geblieben.“
Ich hörte ihm zu.
Und zum ersten Mal erzählte ich einem anderen Menschen von meiner Forschung.
Ganz vorsichtig.
Nicht voller Überzeugung.
Nicht mit dem Anspruch, bereits eine Lösung gefunden zu haben.
Ich erzählte ihm lediglich, worüber ich in den vergangenen Wochen nachgedacht hatte.
Zu meiner Überraschung hörte er mir aufmerksam bis zum Ende zu.
Dann sagte er einen Satz, den ich niemals vergessen werde.
„Dann möchte ich ELENANT ausprobieren.“
Ich schaute ihn erstaunt an.
Woher nahm dieser Mann eine Sicherheit, die ich selbst noch nicht hatte?
Er lächelte.
Dann stellte er sich vor.
„Frau Kirschner, ich bin pensionierter ESA-Physiker.“
Für einen Moment war ich sprachlos.
Er hatte verstanden, dass ich die Fragestellung nicht aus einer chemischen, sondern aus einer physikalischen Sicht betrachtete.
Er dachte einen Augenblick nach und sagte dann:
„Wir fliegen doch auch nicht mit einer 24 Zentimeter dicken Steinwand und einer Hausdämmung zur Internationalen Raumstation. Und trotzdem friert dort niemand.“
Er machte eine kurze Pause.
Dann lächelte er.
„Physik ist etwas Wunderbares.“
Dieser Satz traf mich mitten ins Herz.
Nicht weil er meine Forschung bestätigte.
Sondern weil er verstand, wie ich dachte.
Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass ein anderer Mensch meinen wissenschaftlichen Weg nachvollziehen konnte.
Ich war mit meiner Idee plötzlich nicht mehr allein.
Heute denke ich oft an diese Begegnung zurück.
Nicht, weil sie etwas bewiesen hätte.
Sondern weil sie mir den Mut gab, weiterzugehen.
Manchmal braucht es nur einen einzigen Menschen, der nicht zuerst fragt:
„Kann das überhaupt sein?“
Sondern:
„Wie bist Du auf diesen Gedanken gekommen?“
Genau dieser Mensch begegnete mir an jenem Tag.
Und ohne es zu wissen, gab er mir den Mut für den nächsten Schritt.
Denn schon kurze Zeit später sollte ich erfahren, dass nicht jeder so reagierte.
Als ich ausgelacht wurde
Nicht jede Begegnung machte mir Mut.
Im Gegenteil.
Je häufiger ich begann, vorsichtig über meine Gedanken zu sprechen, desto häufiger begegnete mir auch Skepsis.
Das war verständlich.
Ich hätte wahrscheinlich genauso reagiert.
Eines Tages erzählte ich auf unserem Sportplatz einigen Bekannten von meiner Forschung.
Nicht ausführlich.
Nur so viel, wie notwendig war, um meinen Gedankengang zu erklären.
Ich sprach über meine Beobachtungen.
Über die vielen offenen Fragen.
Über meine Arbeitshypothese.
Und darüber, dass ich glaubte, auf einen neuen biologischen Zusammenhang gestoßen zu sein.
Die Reaktion kam sofort.
Es wurde gelacht.
Nicht bösartig.
Nicht verletzend gemeint.
Aber eindeutig.
Für die meisten klang das alles viel zu ungewöhnlich.
Eine Außenseiterin.
Ein eigenes Labor.
Eine völlig neue Idee.
Das passte für viele Menschen einfach nicht zusammen.
Ich fuhr an diesem Abend nach Hause und dachte lange darüber nach.
Natürlich fragte ich mich:
Haben sie vielleicht recht?
Habe ich mich verrannt?
Sehe ich Zusammenhänge, die gar nicht existieren?
Ich glaube, jede Forscherin und jeder Forscher kennt solche Momente.
Nicht die Kritik anderer ist das Schwierige.
Sondern die eigenen Zweifel, die dadurch wieder lauter werden.
Am nächsten Morgen saß ich wieder im Labor.
Ich öffnete meine Unterlagen.
Ich begann erneut.
Nicht, um den anderen zu beweisen, dass sie sich irrten.
Sondern um mir selbst die Antwort zu geben.
Denn am Ende entscheidet nicht die Meinung anderer über den Wert einer wissenschaftlichen Idee.
Entscheidend sind die Beobachtungen.
Die Messungen.
Die Nachvollziehbarkeit.
Und die Bereitschaft, den eigenen Gedanken immer wieder kritisch zu überprüfen.
Rückblickend bin ich für diesen Abend sogar dankbar.
Er hat mir gezeigt, dass wissenschaftliche Überzeugung nichts mit Selbstbewusstsein zu tun hat.
Sie entsteht nicht dadurch, dass andere an einen glauben.
Sie entsteht dadurch, dass man bereit ist, seine eigene Hypothese immer wieder auf den Prüfstand zu stellen.
Heute weiß ich:
Das Lachen war nicht das Ende meiner Forschung.
Es war eine ihrer wichtigsten Prüfungen.
Denn wenn eine Idee schon an Spott zerbricht, hätte sie wahrscheinlich auch einer wissenschaftlichen Prüfung nicht standgehalten.
Meine hielt stand.
Und genau deshalb ging ich weiter.
Die eigentliche Antwort erhielt ich nicht auf dem Sportplatz.
Ich erhielt sie von den Menschen, die sich bereit erklärten, den neuen Weg gemeinsam mit mir zu gehen.
Die ersten Menschen, denen wir helfen konnten
Nach den vielen Wochen des Nachdenkens begann nun der schwierigste Teil.
Eine wissenschaftliche Idee bleibt eine Idee, solange sie sich nicht an der Wirklichkeit messen lässt.
Ich war deshalb nicht auf der Suche nach Bestätigung.
Ich wollte wissen, ob meine Überlegungen überhaupt Bestand haben.
Die ersten Menschen, die sich bereit erklärten, ELENANT® zu begleiten, schenkten mir etwas sehr Wertvolles.
Vertrauen.
Sie hatten keine Garantie.
Ich hatte keine Gewissheit.
Wir alle gingen gemeinsam einen Weg, dessen Ausgang niemand kannte.
Deshalb beobachteten wir von Anfang an sehr genau.
Wir hörten zu.
Wir dokumentierten.
Wir verglichen.
Jede Rückmeldung war wichtig.
Nicht nur die positiven.
Auch jede Beobachtung, die nicht zu meiner Arbeitshypothese passte, half mir weiter.
Denn Wissenschaft entwickelt sich nicht dadurch, dass man nur das sieht, was man sehen möchte.
Sie entwickelt sich dadurch, dass man bereit ist, aus jeder Beobachtung zu lernen.
Mit der Zeit wurden aus einzelnen Erfahrungen immer mehr dokumentierte Verläufe.
Aus wenigen Menschen wurden viele.
Aus ersten Beobachtungen entstanden strukturierte Auswertungen.
Später folgten mehrere Kohortenstudien.
Mit jeder neuen Untersuchung wuchs nicht nur die Zahl der ausgewerteten Daten.
Auch mein Verständnis entwickelte sich weiter.
Manche Annahmen bestätigten sich.
Andere musste ich verändern.
Wieder andere verwarf ich vollständig.
Genau so muss Forschung sein.
Heute blicke ich auf mehr als 5.000 Menschen zurück, deren Erfahrungen und dokumentierte Verläufe in unsere Forschungsarbeit eingeflossen sind.
Jeder einzelne von ihnen hat dazu beigetragen, mein Verständnis zu vertiefen.
Nicht nur durch Erfolge.
Sondern auch durch neue Fragen.
Denn jede Antwort führte unmittelbar zur nächsten wissenschaftlichen Fragestellung.
Deshalb empfinde ich große Dankbarkeit.
Nicht nur gegenüber meinem Team.
Sondern vor allem gegenüber den Menschen, die bereit waren, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen.
Ohne sie gäbe es diese Forschungsreise nicht.
Sie waren nicht nur Begleiter.
Sie wurden Teil einer wissenschaftlichen Entwicklung, die bis heute nicht abgeschlossen ist.
Denn Forschung endet niemals mit der ersten Entdeckung.
Sie beginnt dort oft erst richtig.
Warum ich bis heute weiterforsche
Wenn mich heute jemand fragt, warum ich nach all den Jahren noch immer forsche, muss ich nicht lange überlegen.
Weil die wichtigste Frage noch immer nicht vollständig beantwortet ist.
Am Anfang wollte ich verstehen, warum Menschen nach einer Virusinfektion so unterschiedliche Beschwerden entwickeln.
Heute weiß ich, dass diese Frage viel größer ist.
Sie betrifft nicht nur eine einzige Erkrankung.
Sie betrifft ein grundlegendes biologisches Prinzip.
Wie reagiert der menschliche Körper auf Belastungen?
Wie regenerieren sich seine Zellen?
Warum erholen sich manche Menschen innerhalb weniger Tage, während andere Monate oder sogar Jahre mit den Folgen kämpfen?
Welche Rolle spielen Alter, Stoffwechsel, genetische Voraussetzungen oder die individuelle Biologie?
Welche Prozesse laufen in unseren Zellen ab, die wir bis heute noch nicht vollständig verstanden haben?
Je mehr Antworten ich gefunden habe, desto mehr neue Fragen sind entstanden.
Genau das ist Wissenschaft.
Sie endet nie.
Sie entwickelt sich mit jeder neuen Beobachtung weiter.
Auch ELENANT® war für mich niemals das eigentliche Ziel.
Es war das Ergebnis einer einzigen Forschungsfrage.
Und gleichzeitig der Ausgangspunkt vieler weiterer Fragen.
Heute beschäftigen wir uns mit neuen wissenschaftlichen Herausforderungen.
Mit Erkrankungen, die bisher nur unzureichend verstanden werden.
Mit biologischen Prozessen, die sich möglicherweise ebenfalls durch neue physikalische Betrachtungsweisen besser erklären lassen.
Ich bin überzeugt, dass wir in der Medizin noch lange nicht alles verstanden haben.
Nicht, weil frühere Forscher Fehler gemacht hätten.
Sondern weil jede Generation nur mit dem Wissen arbeiten kann, das ihr zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung steht.
Jede neue Entdeckung erweitert dieses Wissen.
Und eröffnet gleichzeitig neue Horizonte.
Deshalb verstehe ich Forschung nicht als Wettbewerb.
Nicht als Kampf um Recht oder Unrecht.
Sondern als gemeinsame Suche nach einem besseren Verständnis des Lebens.
Vielleicht werden sich manche meiner Gedanken eines Tages bestätigen.
Vielleicht werden andere widerlegt oder weiterentwickelt.
Genau das wünsche ich mir sogar.
Denn wissenschaftlicher Fortschritt entsteht nicht dadurch, dass eine Idee für immer bestehen bleibt.
Er entsteht dadurch, dass jede Generation bereit ist, die Fragen der vorherigen Generation neu zu untersuchen.
Wenn diese Homepage bei Ihnen Neugier geweckt hat, dann hat sie ihren wichtigsten Zweck erfüllt.
Vielleicht haben Sie hier nicht auf alle Fragen eine Antwort gefunden.
Das war auch nie mein Ziel.
Ich wollte Ihnen zeigen, wie eine wissenschaftliche Entdeckung entstehen kann.
Nicht durch Zufall.
Nicht durch Gewissheit.
Sondern durch Neugier.
Durch Zweifel.
Durch Beharrlichkeit.
Und durch den Mut, einer einzigen Frage so lange zu folgen, bis sich aus vielen kleinen Puzzleteilen langsam ein neues Bild ergibt.
Vielleicht beginnt jede Entdeckung genau so.
Mit einer Frage, die einen Menschen einfach nicht mehr loslässt.
Welche biologisch aktiven Substanzen entstehen während der natürlichen Abbauprozesse von Viren, Bakterien, Pilzen und Parasiten – und welchen Einfluss haben sie auf die Sauerstoffversorgung, die Organfunktion und das Wohlbefinden des Menschen?
Genau diese Frage bestimmt bis heute die Forschungsarbeit unseres Labors.
Forschung & Entwicklung
Die ZellScan-Labore stehen für eine neue Dimension der Diagnostik: Anstelle der klassischen Blutwerte kommt ein präziser Speicheltest zum Einsatz, der zelluläre Belastungen sichtbar macht. Ergänzend liefert der digitale Immunsystem-Scan strukturierte Analysen und Monitoring als belastbare Grundlage für Forschung und Therapieentscheidungen.
Die Forscherin
Getrieben von der Frage, wie sich Infektionsfolgen dauerhaft lösen lassen, leitet die Expertin Ellen Kirschner das ZellScanLabor 8888 UG (hb) und hat ELENANT® entwickelt.
Der Fokus ihrer Forschung liegt auf der Zellzersetzung nach Infektionen und darauf, die Zellfunktion messbar wieder herzustellen. Neugier, Ausdauer und Praxisnähe prägen ihren täglichen Weg.
Lizenzierter Hersteller
Die TegenTiter-Apotheke mit Zulassung in Holland ist Hersteller und Inverkehrbringer von ELENANT®. Sie gewährleistet eine hochwertige Produktion in und eine verlässliche Versorgung. Sie beliefert Praxen und Großabnehmer direkt ab 100 Einheiten, bietet individuellen Service und eine professionelle Abwicklung auf konstant hohem Qualitätsniveau.
Lizenzierter Hersteller
Die TegenTiter-Apotheke mit Zulassung in Holland ist Hersteller und Inverkehrbringer von ELENANT®. Sie gewährleistet eine hochwertige Produktion in und eine verlässliche Versorgung. Sie beliefert Praxen und Großabnehmer direkt ab 100 Einheiten, bietet individuellen Service und eine professionelle Abwicklung auf konstant hohem Qualitätsniveau.
Die Wirkstoffe von ELENANT®
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